Menü zum Winterbeginn 2017/2018

„Das Messer blitzt, die Schweine schrein,
Man muß sie halt benutzen,
Denn jeder denkt: »Wozu das Schwein,
Wenn wir es nicht verputzen?«

Und jeder schmunzelt, jeder nagt
Nach Art der Kannibalen,
Bis man dereinst »Pfui Teufel!« sagt
Zum Schinken aus Westfalen.“

Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Busch passt oft. Und hier ist der Bezug gank klar: Ich bin in genau dieser Position, denn das Schwein ist tot, ich kann an seinem herrlichen Schinken herumschnippeln und den Westfälischen verachten. So wie viele andere Schinken; zumindest solange, bis dieser Bellota aufgegessen ist.

Der spanische Wunderschinken war denn auch der Einstieg in das winterliche Menü. Ein Gruss aus der Küche mit schönen Schnittchen, das Baguette wurde mit Olivenöl beträufelt oder mit Butter bestrichen und mit Schinken belegt. Und war sofort fort.

Cevice ist mein Standardgericht. Es hat inzwischen einige Variationen erlebt, ist aber dennoch immer wieder zum Ursprung zurückkehrt (dieses Mal mit Rotzunge, nicht mit Felchen).

Riso-Venere-Risotto mit Muscheln

Das Risotto aus Riso Venere mit Muscheln war eine neue Überlegung. Das Trio von der Ente ebenfalls, mit einer Tarte aus Kartoffeln, Pfifferlingen und Rucolasauce.

 

 

 

Kartoffeltarte mit Pfifferlingen

Zum Abschluss gab es ein Honig-Mandeleis, das aus Ungeschick entstanden war, aber genial schmeckte.

Die Weine passten alle, bis auf den Bruno Sorg, der eine Spur zu süss war.

 

 

 

5J-Pata-Negra-Schinken, Brot, Olivenöl
Lamberti, Franciacorta

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Cevice von der Rotzunge, Avocado, Chili, Koriander, Tomaten
Bruno Sorg, Elsass

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Riso Venere-Risotto mit Safransauce und Muscheln
Heida, Wallis

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Kartoffeltarte mit Pfifferlingen, Trio von der Ente, Rucolasauce
Poggio al Sole, Cabernet Sauvignon, 2009

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Baba au Rum mit Honig-Mandeleis
Sauternes, 2007

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Käse